C-Log
07/10 "Chemnitz zieht an!" mit neuen Partnern
Die Erfolgsgeschichte des Internet-Stellenportals geht weiter. Vier neue Unternehmen haben sich für eine Fachkräftesuche über www.chemnitz-zieht-an.de entschieden. Insgesamt suchen derzeit 23 Unternehmen Arbeitskräfte über das Portal. Das ist die höchste Zahl an Unternehmen, seit dem Start des Portals vor zwei Jahren. Als neue "alte" Partner sind jetzt die Siemens Chemnitz AG und die Dr. Gühring KG dabei. Beide Unternehmen waren im September 2008 Gründungsmitglieder und gestalteten die ersten vier Monate der Pilotphase aktiv mit. Die Siemens Chemnitz AG hat ihren Standort im Gewerbegebiet an der Neefestraße. Das Werk für Kombinationstechnik (WKC) hat sich zu einem Technologiezentrum für komplette elektrische Ausrüstungen für Werkzeug- und Produktionsmaschinen entwickelt. Die Continental AG ist einer der größten Automobilzulieferer der Welt. Am Standort Limbach-Oberfrohna | Stollberg sind ca. 1200 Mitarbeitern im Kompetenzzentrum für Dieseleinspritzsysteme beschäftigt. Dort werden in hoch innovativen Prozessen Dieselinjektoren für Common-Rail- Systeme gefertigt. Die Oerlikon Barmag ist ein etabliertes Maschinenbauunternehmen innerhalb der Chemiefaserindustrie und entwickelt und baut hochproduktive und innovative Spinnanlagen und Texturiermaschinen. In Chemnitz-Röhrsdorf fertigt die Dr. Gühring KG mit derzeit 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf hochmodernen CNC-Schleifmaschinen rotationssymmetrische Vollhartmetall-Fräswerkzeuge. Kunden kommen unter anderem aus der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, dem Maschinenbau oder der Luft- und Raumfahrttechnik.
06/10 Industriekultur in Chemnitz
Industrie und Kultur werden häufig als Gegensatzpaar gehandelt. Technik, Rationalität und Effizienz auf der einen, Kreativität und künstlerische Freiheit auf der anderen Seite. Dabei wird gerne unterschlagen, wie verwoben das eine doch häufig mit dem anderen ist: keine Innovation ohne Kreativität, keine kulturellen Leistungen ohne ökonomischen Hintergrund.
Mit den "Tagen der Industriekultur" und der "Langen Nacht der Industrie" wollen die CWE und CMT sowie viele beteiligte Unternehmen und Sponsoren belegen, das Industrie und Kultur eben kein Widerspruch sind. Vom 10. bis 12. September wird die große Tradition der industriellen Moderne in Chemnitz greif- und erlebbar. Mit dem historischen Loktransport, einem Gründerzeitmarkt und einer Vielzahl weiterer Veranstaltungen wird der prägende Einfluss der Industriekultur auf unser Leben deutlich. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, durch den Besuch in Chemnitzer Unternehmen die Gegenwart und auch die Zukunft der Industrie in unserer Stadt hautnah zu erleben - von einer Gießerei über den Maschinenbau bis zu den High-Tech-Firmen des Smart Systems Campus.
05/10 Karl-Marx-Stadt - Chemnitz:
Bekenntnis zur großen Tradition
„Manchmal dienen Namen nur der Bezeichnung. Viel häufiger geben sie jedoch Dingen, Personen oder Konzepten erst ihre Identität. Vor zwanzig Jahren entschieden sich auch die Bürger des damaligen Karl-Marx-Stadt dafür, sich wieder zu ihrer Geschichte und Identität zu bekennen. Die Rückbenennung in Chemnitz steht für diese bewusste Entscheidung. Eine Entscheidung, die nicht nur die Ortsschilder und Briefköpfe betraf, sondern viel tiefer reicht. Chemnitz stand und steht für Industrie und Innovation, für Erfindungsreichtum und Unternehmergeist. In den zwanzig Jahren seit der Umbenennung haben die Bürger und die Unternehmen unserer Stadt nahtlos an diese große Tradition angeknüpft.
04/10 Chemnitz AG?
„Wenn ich heute Aktien von einer ostdeutschen Stadt kaufen müsste, dann wären das welche von Chemnitz“, so Ulrich Blum in der Wochenzeitung „Die Zeit“ vom 25. Februar dieses Jahres. Ein schmeichelhaftes Zitat, noch dazu, wenn man weiß, dass es sich bei Ulrich Blum um den Leiter des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle handelt. Die Aufbauleistungen seit der Wende trotz schwieriger Startbedingungen und die wiedererstandene Stärke des Wirtschaftsstandorts Chemnitz sind es, die ihn zu diesem Urteil bewogen. Der lesenswerte Beitrag von Cornelius Pollmer versammelt neben dem Wirtschaftsfachmann noch eine Vielzahl von Stimmen zur Stadtentwicklung. Und trotz einiger kritischer Untertöne überwiegt das Lob der Leistungen in den letzten Jahrzehnten. Doch bei allem Stolz auf das Erreichte: Wenn die Chemnitz AG auch weiterhin ihren Wert an der Börse halten und sogar noch weiter nach obe! n treiben will, gilt es in die Zukunft zu investieren. Ein Schritt in diese Richtung sind die verschiedenen Initiativen zur Fachkräftegewinnung. Erfreuliche Nachricht auf diesem Gebiet: „Chemnitz zieht an“ geht in die dritte Runde; mit neuen Partnern.
P.S.: Den vollständigen Artikel über Chemnitz finden sie unter:
http://www.zeit.de/2010/09/S-Chemnitz
03/10 Ausgezeichnete Kooperation
Zusammenarbeit, Kooperation, Arbeitsteilung - das sind wichtige Bausteine für den Erfolg, sei es nun im alltäglichen Leben oder in der Wirtschaft. Erfreulich ist es, wenn die Zusammenarbeit klappt, noch erfreulicher, wenn man dafür einen Preis bekommt. Auch in diesem Jahr wurde eine Chemnitzer Idee mit dem Titel „Ausgewählter Ort 2010“ der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet. Das Chemnitzer IT-Bündnis für Fachkräfte bekam unter dem Motto „SchrITt in die Zukunft“ am 22. Februar in den Räumen der TU Chemnitz die Auszeichnung überreicht. Zudem präsentiert sich die TU Chemnitz als Partner von „Chemnitz zieht an“, ein neuer Service der IHK hilft Unternehmen bei der Personalplanung und wir informieren Sie über die Ausschreibung zum diesjährigen Wachstumspreis. Aber es gibt auch weniger erfreuliche Nachrichten. So zeigen die Wirtschaftszahlen des Jahres 2009, dass Chemnitz stark von der Krise erfasst wurde.
02/10 Chemnitz im Plus
Chemnitz legt zu. Das ist eigentlich keine neue Meldung für den CWE- Newsletter. Immer wieder konnten wir in den letzten Jahren vom Wachstum und der Entwicklung der Wirtschaft unserer Stadt berichten. Aber diesmal handelt es sich nicht um Wirtschaftsdaten, sondern um die Wanderungsbilanz von Chemnitz.
2009 überwog die Zahl der Menschen, die in die Stadt der Moderne zogen, deutlich die Zahl der Wegzüge. Ein langjähriger Trend wurde damit erstmals wieder umgedreht. Chemnitz zieht also, im wahrsten Sinne des Wortes, an. Hauptverantwortlich dafür ist auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Standorts. Denn attraktive Arbeitsplätze und berufliche Zukunftsperspektiven sind ein zentrales Entscheidungskriterium für die Wahl des Lebensmittelpunkts. Die Zahl der Neu-Chemnitzer ist ein Beleg für das Vertrauen, das unsere Stadt als innovativer Wirtschaftsstandort inzwischen genießt. Dies ist auch den Bemühungen und der erfolgreichen Außenwirkung einer Vielzahl von Initiativen und Kampagnen zu verdanken. Eine dieser Initiativen wird dafür jetzt ausgezeichnet. Der 22. Februar ist der Tag, an dem das lokale IT-Bündnis als ausgewählter „Ort im Land der Ideen“ geehrt wird.
01/10 2010 – gemeinsam Gestalten
Anfänge zeichnen sich ja immer durch ein großes Maß an Optimismus aus. Besonders exemplarisch hierfür ist der Jahresbeginn. Der Blick richtet sich nach vorn, nun ist es an der Zeit all die guten Vorsätze für das neue Jahr in die Tat umzusetzen. Ist nach dem Krisenjahr 2009 Optimismus berechtigt? Zwar gaben schon im Dezember die ersten Wirtschaftsforschungsinstitute verhalten Wachstumsprognosen bekannt, gleichzeitig vermeldet aber die Bundesagentur für Arbeit drohende Wolken am Arbeitsmarkt. Die Bewertung bleibt ambivalent. Wir wollen und können an dieser Stelle keine Voraussagen treffen. Was wir können ist, uns erreichbare Ziele für dieses Jahr zu setzen. Eines dieser Ziele wird sein, unsere Zusammenarbeit mit der Chemnitzer Wirtschaft noch weiter zu intensivieren und dem Ruf unserer Stadt als wirt-schaftsfreundlicher Standort auch in diesem Jahr gerecht zu werden. Krisen meistert man am besten gemeinsam. Wir möchten auch 2010 als Ihr An-sprechpartner und Unterstützer gestalten und kommende Herausforderungen gemeinsam mit Ihnen angehen.
12/09 Versöhnlicher Jahresausklang
Das Jahr 2009, das erste Jahr der Krise, neigt sich dem Ende entgegen. Glücklicherweise sind bis zum jetzigen Zeitpunkt größere Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt aus Sicht der Chemnitzer Wirtschaft ausgeblieben. Und das trotz stark zurückgegangener Aufträge und Umsätze. Sollten sie sich in nächster Zeit allerdings nicht erholen, werden die Auswirkungen auch auf dem Arbeitsmarkt spürbar sein. Das wird schwer werden und dennoch können wir zuversichtlich sein, dass die Krise zwar ihre Spuren hinterlässt, aber nicht zu strukturellen Einbrüchen führen wird.
Impulse erwarten wir uns nicht nur von der Endrundenteilnahme im Wettbewerb um die Stadt der Wissenschaft, sondern auch von der Verlängerung des Stabilisierungsprogramms für den Mittelstand.
Wir nutzen an dieser Stelle die Gelegenheit Ihnen, Ihren Mitarbeitern, Ihren Familien, Freunden und Verwandten eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen.
11/09 Chemnitz macht Eindruck
Der Wirtschaftsstandort Chemnitz macht gerade wieder vielfältig von sich reden. Nicht nur, dass die Region im Handelsblatt als „Region mit Zukunft“ erkannt wurde; zum vierten Mal in Folge schafft es die Stadt im Ranking der Wirtschaftswoche auch in die Top Ten der wirtschaftsfreundlichsten Städte Deutschlands. Auf der europäischen Halbleitermesse „SEMICON Europa“ präsentierte sich das Aushängeschild der Chemnitzer Mikrosystemtechnik, der Smart Systems Campus, vielen interessierten Besuchern, zum Beispiel auch dem neuen sächsischen Wirtschaftsminister Sven Morlok. Die Messe war für fünf Fachjournalisten auch die ideale Gelegenheit, um sich bei einem Ausflug einen persönlichen Eindruck vom Potenzial auf dem Campus zu verschaffen.
Von Chemnitz ist aktuell also viel zu hören und zu lesen.
10/09 Ausgezeichnete Kreativität
Der Erfindungsreichtum und das Innovationspotenzial der Chemnitzer Ingenieure, Unternehmen und Wissenschaftler sind inzwischen ja weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Nun wurde eine Marketingidee aus Chemnitz national und international ausgezeichnet. Das Fachkräfteportal „Chemnitz zieht an!“ erhielt vom SVSM, der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement, den Award 2009. Woran man feststellen kann: Manchmal reicht trotz kleinem Budget einfach eine gute Idee um Erfolge zu erzielen und unsere Stadt ein wenig bekannter zu machen. Außerdem wird sich der Smart Systems Campus erstmals auf der Semicon Europa in Dresden präsentieren. Und weil die gute Nachrichten nicht abreißen sollen: Die Chemnitzer Oper hat Geburtstag gefeiert und gehört nun zu den hundertjährigen.
09/09 Kraft schöpfen und neu starten
Politiker zeigen sich gerne in attraktiver Umgebung. So ist es kein Wunder, dass sich die Liste der Redner, die Chemnitz für Wahlkampfveranstaltungen in den letzten Wochen besuchten, wie das Who is Who der bundesdeutschen und sächsischen Politikszene liest: Wolfgang Tiefensee, Thomas Jurk, Karl-Theodor zu Guttenberg, Eva-Maria Stange, Frank-Walter Steinmeier, Horst Seehofer, Franz Müntefering, Renate Künast, Gregor Gysi und Guido Westerwelle.
Im CWE-Newsletter September spielen dagegen die Zugpferde des Chemnitzer Wirtschaftsstandortes, seine mittelständischen Unternehmen, wieder die Hauptrolle. Heftig von der Wirtschaftskrise gebeutelt, kämpfen sie mit Umsatzeinbrüchen und Auftragseinbußen. Das belegen auch die aktuellen Wirtschaftszahlen des ersten Halbjahres. Aber sie scheinen wieder an Kraft zuzulegen, denn ab Juni steigen zumindest Umsätze und Auftragseingänge leicht an.
Immense Zugkraft bewies im August die Chemnitzer Industriehistorie. Mehr als 45.000 begeisterte Zuschauer verfolgten gespannt den Loktransport zum 200. Geburtstag von Richard Hartmann. Innovatives Unternehmertum und sächsische Ingenieurskunst können auch nach so langer Zeit noch problemlos begeistern. Und dass es sich hierbei nicht nur um Lokalpatriotismus handelt, bewies die Berichterstattung in überregionalen Medien und im Fernsehen.
Dort wird bestimmt auch das erste Landesmuseum in Chemnitz bei seiner Eröffnung Erwähnung finden, die mit der Unterzeichnung der Mietverträge des „Schocken“ endlich fassbar wird.
07/09 Mit Wissensdurst und Tatendrang
Entdeckerfreude, Ideenreichtum und Innovation haben in Chemnitz eine lange Tradition. Schon Richard Hartmann baute ab 1848 seine Loks, obwohl seine Fabrik noch nicht mal mit einem Gleisanschluss verbunden war. Das kann man Phantasterei nennen oder Verfolgen einer Vision, solange bis aus ihr Realität wird.
Realität wurde am 19. Juni mit der Eröffnung des Smart Systems Campus ein Netzwerk aus Forschung, Entwicklung und Produktion; nach acht Jahren Ideenfindung, Planung und Bau. Im neuen Start-up-Gebäude haben entdeckerfreudige und ideenreiche Existenzgründerfirmen optimale Bedingungen, um ins erfolgreiche Unternehmerleben zu starten. Das kurz danach eingeweihte Gebäude der Fraunhofer-Einrichtung für Elektronische Nanosysteme verschafft dem Forscherdrang ebenfalls beste Voraussetzungen.
Die überzeugende Leistungsfähigkeit von etablierten Chemnitzer Unternehmen hatte auch erfreuliche Folgen bei der Vergabe des Wachstumspreises der Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau. Gleich drei Unternehmen konnten sich über diese Anerkennung freuen.
So, und nun einen hoffentlich sonnigen Sommer. Finden Sie kreative Ideen für einen optimalen Start in das zweite Halbjahr!
06/09 Wechselhaft oder sonnig
Das Wetter weiß im Moment scheinbar noch nicht so recht für welche Jahreszeit es sich entscheiden soll. Hoffentlich setzt sich im Juni der Sommer endgültig mit Sonne und Wärme durch, denn bei schönem Wetter feiert es sich einfach besser. Und Grund zum Feiern gibt es: Am 19. Juni wird der Smart Systems Campus - der Technologie- und Gewerbepark in unmittelbarer Nachbarschaft zur Universität Chemnitz – eingeweiht. Sonnige Aussichten für die Kooperation von Wissenschaft, Forschung und Industrie. Durch die räumliche Nähe zur Universität entstehen beste Voraussetzungen für eine Erfolg versprechende Symbiose. Und trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten gibt es im Newsletter noch mehr gute Nachrichten. Hierzu gehört die größte industrielle Neuansiedlung der letzten Jahre. Auch in der Chemnitzer Industrie scheint man wieder etwas aufatmen zu können, denn die Zahl der Auftragseingänge lag im März erstmals seit 5 Monaten wieder über denen des Vormonats. Für Aufträge braucht man gutes Personal – die Ingenieurbörse der Agentur für Arbeit erleichterte den Kontakt von Unternehmen mit potenziellen Bewerbern. Die Möglichkeiten der Fachkräftegewinnung werden auch beim Fachkräfteforum der CWE auf der Sächsischen Industrie- und Technologiemesse SIT ein Thema sein.
04/09 Globale Herausforderungen und lokale Initiativen
Ende Mai findet am Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) in Berlin eine Tagung zum Thema „Kommunale Wirtschaftsförderung – Bilanz 2009 und Perspektiven“ statt. Wissenschaftler und Praktiker aus der gesamten Republik tauschen beim Difu-Seminar Erfahrungen aus und diskutieren aktuelle Probleme und Lösungsansätze. Die Diskussionspunkte reichen von den globalen Herausforderungen, denen sich die Standorte stellen müssen, bis hin zu lokalen Initiativen. Tagungen wie diese zeigen, dass trotz Internationalisierung und globaler Märkte entscheidende Impulse auf lokaler Ebene gesetzt werden können und müssen. In diesem Jahr ist CWE-Geschäftsführer Ulrich Geissler mit einem Beitrag zur Gewinnung von Fachkräften dabei und stellt die Initiative „Chemnitz zieht an“ vor.
03/09 Frühlingserwachen in Chemnitz?
Dieser Beitrag erreicht Sie zum meteorologischen Frühlingsbeginn des Jahres 2009 und wir alle freuen uns wohl auf das Ende der kalten Jahreszeit. Die letzten Monate waren nicht nur unter klimatischen Aspekten frostig. Während aber Schnee und Eis bald von den Straßen verschwunden sein dürften, bleibt zu hoffen, dass auch die wirtschaftliche Kaltfront bald milderem Klima weicht. Trotz schwierigem Umfeld im letzten Quartal wuchs die Wirtschaft in Chemnitz im vergangenen Jahr um 8,9 Prozent, ein Indikator für die Robustheit des Standorts und ein Anlass für berechtigten Optimismus. Ähnlich wie der Wechsel der Jahreszeiten kehren die Messetermine regelmäßig wieder.
Auch in diesem Jahr beteiligt sich die CWE an der SIT – Sächsische Industrie- und Technologiemesse, die diesmal um die Messe LiMA, Leichtbaulösungen für den Maschinen- und Anlagenbau, erweitert wird. Der Smart Sy stems Campus wird auf der Smart Systems Integration in Brüssel, dem wichtigsten Fachkongress für Mikrosystemtechnik in Europa, vorgestellt.
Die Firmengruppe Hiersemann hat ihren neuen Standort bezogen und wir stellen Ihnen im Firmenporträt die Karl Mayer Malimo Textilmaschinen GmbH vor. Zwei Jazzevents mit heißen Rhythmen dürften dann endgültig dafür sorgen, dass der Winterschlaf aus den Knochen vertrieben wird und sich erste Frühlingsgefühle einstellen.
02/09 Chemnitz im Dialog
Neben den tagesaktuellen Herausforderungen der Wirtschaftskrise beschäftigt sich die Stadt Chemnitz derzeit mit zukunftsweisenden Strategien ihrer Stadtentwicklung. Noch bis 13. Februar steht der Entwurf des städtebaulichen Entwicklungskonzepts SEKo 2020, inklusive des wirtschaftspolitischen Konzepts im Internet auf www.chemnitz.de.
Damit soll nicht nur informiert, sondern auch eine Plattform geboten werden, die einen Dialog zwischen der Stadt, den Unternehmen und den Bürgern von Chemnitz ermöglicht. Anregungen und inhaltliche Ergänzungen sollen dann in die Endfassung des Konzepts einfließen, welches dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt wird.
01/09 Ein optimistisches Jahr 2009
Das Jahr 2009 beginnt aus Sicht der Wirtschaft, wie 2008 endete – das Hauptthema sind die Finanzkrise und ihre Folgen. Es wäre vermessen zu behaupten, man könne zum jetzigen Zeitpunkt schon sagen, was 2009 unter diesen Vorzeichen für die Chemnitzer Wirtschaft und unsere Stadt bringen wird. Ein paar Überlegungen seien an dieser Stelle aber erlaubt. Vielleicht verhilft Chemnitz ja ein zeitweise formulierter angeblicher Nachteil nun zu einem Vorteil: das Fehlen von Großkonzernen und so genannten Leuchttürmen innerhalb der lokalen Wirtschaftsstruktur. Mit ihrer klein- und mittelständischen Struktur verfügt die Stadt eher über eine Vielzahl kleinerer und dennoch heller Lichtquellen. Die Wirtschaft in Chemnitz hat nicht nur ein oder zwei große Standbeine, auf denen sie ruht, sie steht eher wie ein Tausendfüßler auf vielen Füßen, ist aber genau wegen dieser vielfältigen Zusammensetzung als Ganzes eventuell robuster. Denn wenn der Leuchtturm zusammenbricht, wird es an den betroffenen Standorten sehr dunkel, während bei uns noch viele Lichter brennen und dem Tausendfüßler den Weg weisen.
12/08 "Chemnitz zieht an" - und Sachsen überholt.
Vor einiger Zeit schien es noch unmöglich, doch der Mythos der Unbesiegbarkeit der ewigen bayerischen Musterknaben beginnt zu bröckeln. Jetzt muss sich Bayern mit dem zweiten Platz bei der Pisa-Studie begnügen. Wird das Erfolgsmodell von "Laptop und Lederhose" von "Schwibbogen und Mikrosystemen" abgelöst?
Bei aller heimlichen Schadenfreude -- die Leistungen der sächsischen Schülerinnen und Schüler gerade in den wichtigen Naturwissenschaften sind ein echter Anlass zur Freude. Auch in Chemnitz konnte gefeiert werden. Der Smart Systems Campus wurde als Ort des Tages im Wettbewerb "365 Tage im Land der Ideen" ausgezeichnet. Die TU Chemnitz und die Deutsche Postbank AG vergaben erstmals den Technologietransfer-Preis "wissen.schafft.arbeit".
Und bis zur Finanzkrise war auch die Umsatzentwicklung im verarbeitenden Gewerbe erfreulich stabil. Ein Umsatzplus von 12 Prozent ist ein Beleg für die Robustheit des Standorts Chemnitz. Um weiter erfolgreich zu sein, gilt es nach vorne zu denken.
Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig stellte auf dem letzten Industriestammtisch des Jahres Unternehmensvertretern die wirtschaftspolitischen Entwicklungslinien für das Jahr 2020 vor. Im intensiven Dialog mit der Wirtschaft sollen die Weichen für die zukünftige Entwicklung des Standorts Chemnitz gestellt werden.
Wir wünschen allen eine besinnliche Adventszeit, ein schönes Weihnachtsfest
und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
11/08 Ein ausgezeichneter Standort
Weil langsam das Novemberwetter die Regie übernimmt, überlegt man es sich vielleicht mehrfach, bevor man den Fuß vor die Tür setzt. Doch am 18. November gibt es dafür einen guten Anlass. An diesem Tag erfolgt eine Ehrung für den Technologiestandort Chemnitz, die berechtigte Hoffnungen für die Zukunft macht: Mit dem Smart Systems Campus als ausgewähltem Ort des Tages im Rahmen des Wettbewerbs „Deutschland – Land der Ideen“ unterstreicht Chemnitz seine führende Position in der Mikrosystemtechnik.
Auch in anderer Hinsicht macht der Standort von sich reden: ob weitere Unternehmensansiedlungen, wie z.B. von Schenker und HEOS, oder die intensive Fachkräftesuche auf diesem Portal - Chemnitz ist auf einem guten Weg. Dass das auch so bleibt, dafür hat die CWE jetzt ein Wirtschaftspolitisches Konzept 2020 verfasst. Auf die Sicherung der nahen Zukunft, in dem Fall des Existenzgründernetzwerkes Saxeed, zielt auch die Bewilligung von insgesamt 1,9 Millionen Euro bis zum Jahr 2011. In diesem Sinne wünschen wir einen erfolgreichen November.
10/08 Weiter auf Erfolgskurs
„Ich glaube, ich muss öfter hierher kommen.“ So äußerte sich James W. Steward bei seinem Besuch in Chemnitz. Der Leiter der Kulturabteilung des US- Generalkonsulats in Leipzig war anlässlich einer Ausstellung im Industriemuseum nach Chemnitz gekommen. So wie ihm geht es wohl immer mehr Besuchern unserer Stadt. Und neben attraktiver Architektur und spannenden kulturellen Angeboten ist es immer auch die lokale Wirtschaft, die Werbung für den Standort macht. Mit einem Sprung um 14 Plätze nach vorn zeigt sich das auch im Städteranking der Wirtschaftswoche – keine andere Stadt konnte so viele Plätze gut machen. Mit der von Unternehmen in Auftrag gegebenen CWE-Initiative „Chemnitz zieht an“ wird dies seit September kompakt nach außen getragen. Das neue Internetportal vereint den Auftritt lokaler Unternehmen mit konkreten Stellenangeboten und einem umfassenden Informationspaket über Leben, Bildung, Kultur und Wohnen in unserer Stadt.
Mit dem neuen Technologiecluster zur „Energieeffizienten Produkt- und Prozessinnovation“ setzten das Fraunhofer Institut und die TU Chemnitz beim sächsischen Landesexzellenzwettbewerb ebenfalls ein starkes Zeichen für den Technologiestandort Chemnitz. Belohnt wurde auch die positive Entwicklung zweier Chemnitzer Unternehmen, die den Großen Preis des Mittelstandes 2008 erhielten. Der typische Chemnitzer Mix aus Innovation und Produktion bleibt also weiter auf Erfolgskurs.
09/08 Mit Elan in den Spätsommer
Nach der üblichen Sommerpause melden wir uns mit dem CWE-Newsletter wieder aus dem Urlaub zurück. Wie immer in den Ferien wollte das berühmte Sommerloch mit mehr oder weniger bedeutsamen Meldungen geschlossen werden, diesmal auch mit regionalem Bezug: Mit Erstaunen mussten wir Ende August feststellen, dass wir hier in Ostdeutschland laut einer Studie des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung sogar vom Aussterben bedroht sind! Da reibt man sich dann die Augen und wundert sich. Ganz im Gegensatz zu diesen ach so düsteren Zukunftsszenarien können wir in diesem Monat nur erfreuliche Nachrichten vermelden.
So wird die Fachkräftesuche für viele Unternehmen mit dem neuen Stellenportal der CWE leichter. Die Chemnitzer Wirtschaft machte wieder überregional Schlagzeilen und entwickelte sich in den ersten beiden Quartalen sehr gut. Zwei Unternehmen bauen neue Produktionsanlagen bzw. erweitern ihre Standorte. Auch in Sachen Engagement und technischer Innovation gibt es Neuigkeiten zu vermelden.
07/08 Von Zahlen und Orakeln
Mit Voraussagen und Prognosen schafft man es schnell in die Medien, wie man es am Beispiel der gelungen Marketingkampagne des Chemnitzer Zoos mit seinem Fußballorakel gut nachvollziehen kann. Während zwei der tierischen Prognostiker noch ganz gut lagen, war die Vorhersage für das Spiel gegen Österreich glücklicherweise nicht mehr korrekt.
Ähnlich wie die deutsche Nationalmannschaft nicht vom Votum eines Äffchens abhängig war, kümmert sich die reale Wirtschaftsleistung oft wenig um das Hintergrundrauschen der Prognosen, Indices, Trends und Bewertungen. Das verarbeitende Gewerbe in Chemnitz konnte im ersten Quartal deutliche Beschäftigungsimpulse setzen, die CAC sicherte sich mehrere Großaufträge und auf der SIT präsentierten sich erfolgreich die Unternehmen der Stadt und der Region. Das wirtschaftliche Barometer der Stadt lässt eine stabile Lage für den Sommer erkennen. Apropos Barometer: Letzteres lässt uns hoffentlich auch im Hinblick auf das Wetter in den nächsten Monaten nicht im Stich. Wir machen Sommerpause. Aktuelle Ereignisse, Nachrichten, Trends und Zahlen der Chemnitzer Wirtschaft gibt es wieder am 1. September. Wir wünschen Ihnen einen sonnigen und wenn möglich erholsamen August.
06/08 Starke Teams für Chemnitz
Wie jedes redaktionelle Erzeugnis möchte wir natürlich auch nur eines: Aufmerksamkeit finden und gelesen werden. Diese Aufgabe zu erfüllen könnte in diesem Monat, so kurz vor Anpfiff der Fußballeuropameisterschaft, etwas schwerer fallen. Die Aufmerksamkeit auf Wirtschaftsdaten und Standortentwicklungen statt auf das rollende Leder zu lenken – ein unmögliches Unterfangen? Deshalb borgten wir uns einige Analogien bei König Fußball und passen uns der frohen Erwartungshaltung an.
Mit der Grundsteinlegung für das Start-Up-Gebäude begann Chemnitz damit ein großes neues Stadion für den Nachwuchs zu errichten, damit auch in der Zukunft Kreativität und Innovation für den Spielbetrieb zur Verfügung stehen. Auf diese Weise nähert sich die Stadt auf dem Gebiet der Mikrosystemtechnik ganz klar den vordersten Tabellenplätzen. Neben dem Nachwuchs sind es aber auch die erfahrenen Spieler, die den Erfolg eines Teams ausmachen: Mit Hans Jürgen Naumann wurde letzten Monat einer der besten Akteure geehrt. Auf den Messen SIT und mtex werden Talente und Neuverpflichtungen gesucht, Transfers angebahnt und Verträge ausgehandelt. Zudem kann mit der Ansiedlung der traditionsreichen Unternehmensgruppe Thalhofer eine weitere Verstärkung des Chemnitzer Wirtschafsteams bekannt gegeben werden. Und kurz vor Anpfiff noch eine gute Nachricht: Am 8. Juni wird die Fantribüne direkt vor das Rathaus verlegt: Erstmals Public-Viewing in Chemnitz von Nachmittag bis in die Nacht - lassen wir also gemeinsam die Laola durch die Innenstadt gehen!
05/08 Turbulentes Frühlingserwachen?
Nach den düsteren Wintermonaten freuten wir uns wohl alle auf den Frühling: zarte Sonnenstrahlen, frisches Grün und laue Frühlingsluft, die die letzten grauen Schleier des Winters einfach wegweht. Stattdessen erwarteten uns ein rauer Wind mit heftigen, teils orkanartigen Stürmen und eine nachgeholte weiße Weihnacht zu Ostern.
Scheinbar haben sich die Finanzmärkte vom Wetter inspirieren lassen, denn dort ging es auch stürmisch zu und jetzt könnte der amerikanischen Wirtschaft sogar eine konjunk-turelle Dauerkaltfront drohen. Steht uns also ein turbulentes und windzerzaustes Frühjahr bevor oder legen sich die Turbulenzen wieder? Chemnitz gehört ja eher nicht zu den großen Finanzplätzen Deutschlands und Europas, sondern ist von dem geprägt, was in den Medien gerne als „Realwirtschaft“ bezeichnet wird. Aber auch die Realwirtschaft ist im Markt und gerade auf der Ebene des Exports eng mit den Finanzmärkten verknüpft. Der anhaltende Wertverlust des Dollars und die damit verbundene Verteuerung von Exportgütern sind Entwicklungen, die es zu beobachten und zu berücksichtigen gilt. Andererseits steht die Realwirtschaft aktuell auf wesentlich festeren Füßen als der Finanzsektor – dies belegen wieder eindrücklich die Wachstumszahlen des verarbeitenden Gewerbes in unserer Stadt für das Jahr 2007. Und auf solch einem soliden Fundament lassen sich Turbulenzen und Stürme ganz gut überstehen – bis dann, hoffentlich endgültig, der Frühling Einzug hält.